Warum #unaufgeregt?   

Wir finden es gut, in der Öffentlichkeit über Sexualpädagogik und Sexuelle Bildung zu sprechen.

In den letzten Monaten jedoch ist in Österreich ein medialer Diskurs zu beobachten, der sich immer wieder auf die mögliche Steuergeldverschwendung von progressiv agierenden Vereinen und Personen stützt. So wurden gemeinnützige Vereine angegriffen, die eine Sexualpädagogik der Vielfalt betreiben und sich für Geschlechtergerechtigkeit einsetzen. Es gab gezielte Angriffe, Diffamierungen und Androhungen in dieser Zeit. Der überraschend aggressive Ton in dieser Debatte ist leider nicht neu. Es findet keine ehrliche Auseinandersetzung statt.

Wir stehen für eine zeitgemäße und transparente Sexuelle Bildung der Vielfalt und sprechen darüber #unaufgeregt!

Wir laden zum Mitsprechen ein… Herzlich Willkommen!

Wir Steirer*innen von liebenslust

Medial sind wir derzeit sehr präsent. In der 10. Ausgabe (2/2017) der FPÖ-Zeitung „Wir Steirer“ wurde kürzlich mit einem doppelseitigen Artikel, viel Bildmaterial und einem Kommentar der Landtagsabgeordneten Liane Moitzi auf Sexualpädagogik aufmerksam... mehr lesen

Warum finden Sie, dass wir #unaufgeregt über Sexualität und Aufklärung sprechen sollen

Wir freuen uns über Ihre Meinung ---- > hier

Folgende Fakten möchten wir richtigstellen

oder besser gesagt:

„unfortunately never asked questions“

 

  • Wir halten keine Workshops in Volksschulen ab
  • Wir bieten Fortbildungen für Kleinkindpädagog*innen (zb. Kindergartenpädagog*innen, Tagesmütter/Väter) zum Thema Gewaltprävention
  • Die angesprochenen Materialien (wie z.b Gipsgenitalien) sind ausschließlich Anschauungsmaterial der menschlichen Anatomie
  • Die Entwicklung und Herstellung unserer sexualpädagogischen Materialien wurde nicht mit öffentlichen Geldern gefördert
  • Es werden keine Materialien im Rahmen der Förderungen an Schulen verteilt
  • Wir passen alle Methoden und Materialien immer dem Alter und der Gruppe an. Sexualität wird in Verbindung mit den Themen Liebe, Beziehung, Gefühle und Grenzen besprochen
  • Die Prävention von Gewalt und Trauma ist in allen unseren Programmen ein durchgängiges Prinzip
  • In den Angeboten für junge Menschen werden die Erziehungsberechtigten vorab über das Angebot informiert. Die Teilnahme ist freiwillig

Altersgerechte Sexualaufklärung ist ein wichtiger Beitrag zur Prävention von sexualisierter Gewalt. Sexuelle Bildung, die in diskriminierungsfreien Räume erfolgt, trägt dazu bei, die eigene sexuelle Identität kennen zu lernen, Selbstbestimmung von Kindern und Jugendlichen zu stärken und sie dadurch zu befähigen, ihre eigenen Grenzen zu setzen und die Grenzen anderer zu wahren. Darüber hinaus tragen sexualpädagogische Angebote dazu bei, dass Kinder und Jugendliche eine Sprache für ihre eigene Sexualität und ihren eigenen Körper entwickeln. Das Einüben des Sprechens über Sexualität und Geschlecht, die Vermittlung von Begriffen und Kenntnissen auf der Grundlage von Freiwilligkeit, Respekt und Vertraulichkeit sind in der Forschung als zentrale Säulen der Sexuellen Bildung herausgearbeitet worden. In diesem Sinne verstehe ich die Arbeit von liebenslust*.

Mag.a Elli Scambor

Institut für Männer- und Geschlechterforschung, VMG Steiermark

Landtagssitzung 16.5.2017

Durchs Reden kommen die Leut zsamm… In der Sitzung des Steirischen Landtags vom 16.5. wurde über liebenslust* gesprochen. Unter dem Agendapunkt Nummer 4 wurden unsere Landtagsabgeordneten – auf Anfrage der FPÖ – aufgefordert darüber abzustimmen, ob...

Warum sexuelle Bildung wichtig ist:

weil wir alle Sexualität leben und betroffen sind von Gefühlen, Wertvorstellungen, Erfahrungen, Erwartungen, mit denen wir nicht gelernt haben umzugehen und sie auch manchmal nicht definieren können.
Ein Benennen und Erlernen im Umgang schafft die Möglichkeiten unverkrampft und natürlich mit der eigenen Sexualität und der anderen „unaufgeregt“ umzugehen.

Mag.a Daniela Grabovac

Antidiskriminierungsstelle Steiermark

Umfrage Aufklärung

Nur der oder diejenige die gut und ausreichend informiert ist, kann gute und fundierte Entscheidungen treffen. Dieser Grundsatz gilt auch besonders für den Bereich der Sexualität.“Ist es ok nein zu sagen, wie geht Sex, wie funktioniert Verhütung, was heißt….“?! All diese Fragen müssen beantwortet werden, damit unsere Jugendlichen auch im Bereich der persönlichen Sexualität, die für sie richtigen Entscheidungen treffen können. Und diese so wichtige wie auch sensible Aufgabe soll von Expertinnen und Experten im Rahmen eines professionellen Dialoges erfolgen und nicht Dr. Google oder diversen Pornoseiten überlassen werden.
Also ja, lasst uns in der Öffentlichkeit mehr und vor allem unaufgeregter über Sex reden und unterstützen wir unsere Kinder und Jugendliche dabei, ein natürliches und unaufgeregtes Verhältnis zu ihrem Körper und ihrer Sexualität zu entwickeln.

Uschi Theißl

LOGO jugendmanagement

Noch nie war sexuelle Bildung so wichtig wie heute! Reizüberflutung, Internet, Konfrontation mit Sex an allen Ecken und Enden- offene Gesellschaft, alles ist erlaubt oder doch nicht? Liebenslust macht Räume auf und steht den Jugendlichen zur Verfügung: Für alle Fragen, alle Unsicherheiten, alle Themen rund um Sex, ohne wenn und aber… Das machen die ganz professionell, fundiert und ziemlich #unaufgeregt! Dafür danken wir euch und: wir lieben liebenslust :-)!

Silvia Jölli

Geschäftsleiterin heidenspass

Seit über 15 Jahren führen Sexualpädagoginnen des Frauengesundheitszentrums Workshops zum Thema „Liebe, Sex und mehr“ mit Mädchen durch. Die Erfahrung zeigt: Über Sexualität, Lust, den eigenen Körper zu reden, ist nach wie vor schambesetzt. Viele Mädchen haben keine oder wenige Personen im Umfeld, mit denen sie über intime Fragen sprechen können. Diese Lücke versuchen sie mit Informationen aus dem Internet zu schließen. Was sie dort finden, übernehmen sie meist ungefiltert – es sind Bilder, die Druck erzeugen und gesundheitsschädliche Normen produzieren. Was es braucht, sind ausgebildete SexualpädagogInnen, die

– unaufgeregt, altersgerecht und geschlechtersensibel korrekte Informationen vermitteln, unter anderem auch zu Verhütung und dem Zyklus von Mädchen und Frauen,

– Mädchen stärken, ihre eigenen Wünsche und Grenzen wahrzunehmen und diese klar zu kommunizieren,

– Mädchen, die von Gewalt betroffen sind, unterstützen, sich Hilfe zu holen.

Frauengesundheitszentrum, Graz

pizza

Wer möchte denn wirklich, dass seine Kinder erst in der Pubertät über Heterosexualität und Fortpflanzung aufgeklärt werden und alles andere einfach außen vor bleibt? Dann ist es nämlich definitiv zu spät ist, eine Basis zu legen für Gewalt- und Missbrauchsprävention und für ein gesundes Körperbeswusstsein; weil ohnehin schon alle alles „wissen“ und gesehen haben und aus dem Alter raus sind, wo sie für Missbrauchstäter*innen „interessant“ sind. Das ist schlichtweg völlig vorbei an der Realität, mit denen Kinder täglich konfrontiert werden und wäre eine „Sexualpädagogik der Einfalt.“ Stattdessen sollten wir schon relativ früh, altersadäquat und vor allem #unaufgeregt mit ihnen mit darüber sprechen.

Gabriele Rothuber

Dipl. Sexualpädagogin & Geschäftsführerin Verein selbstbewusst

Sexuelle Bildung bietet Antworten auf Fragen zu Körper, Liebe und Beziehung. Wer Kindern und Jugendlichen einen Raum gibt, um sich altersgerecht mit ihren persönlichen Fragen zu diesen Themen auseinander zu setzen, stärkt sie und unterstützt sie bei einer positiven Entwicklung. Leider bringen rechte und konservative Gruppen immer wieder bewusst Falschmeldungen in Umlauf, um diese wichtige Arbeit zu diskreditieren und Angst bei Eltern zu schüren. Die Einrichtungen und Materialien, auf die sie fokussieren und die sie skandalisieren wechseln – das Ziel bleibt aber gleich und es heißt offensichtlich: „Zurück in die Vergangenheit!“. Dieser rückwärtsgewandten Weltsicht gilt es, sachliche Information und professionelle Arbeit entgegen zu halten, um die Standards moderner Sexueller Bildung aufrecht zu erhalten und Kinder und Jugendliche mit ihren Fragen nicht alleine zu lassen.

Univ.-Ass. Dr. Paul Scheibelhofer

Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Innsbruck

Jugendliche spüren, wenn Eltern unsicher, enttäuscht oder angewidert sind. Deshalb brauchen sie vertrauenswürdige und neutrale Erwachsene, die ihren vielen Fragen zuhören und antworten können, ohne sich selbst angegriffen zu fühlen, wütend oder stumm zu werden. 
 
Das altersgemäße Sprechen und Zuhören über Sexualität beugt Gewalt und Missbrauch vor. Wer das Sprechen darüber fürchtet oder gar bremst, muss wissen, dass er oder sie damit den Druck erzeugt, der dann später zu gewalttätigem Verhalten oder Missbrauch führt. Sprache ist symbolischer Umgang mit inneren und äußeren Kräften und Einflüssen, der flexibles und tolerantes Eingehen auf Krisensituationen ermöglicht. Wird das Sprechen über Sex unterdrückt oder ängstlich vermieden, sind Gewalt und Missbrauch die logische Konsequenz.
Siegfried Essen

Diplom Psychologe, Theologe und Psychotherapeut

Sexuelle Bildung, ein wichtiges Thema in der Offenen Jugendarbeit!

Offene Jugendarbeit begleitet und fördert Jugendliche auf ihrem Weg in die erwachsene Selbstständigkeit und Mündigkeit und integriert sie in gesellschaftliche Gestaltungs- und Aneignungsprozesse. Der niederschwellige Zugang zu ihren Angeboten und ihre spezifischen Arbeitsprinzipien begünstigen den Erwerb von Bildungsinhalten, die für alltägliche Handlungs- und Sozialkompetenzen wichtig sind. Sexuelle Bildung für Jugendliche erfordert daher von den Fachkräften höchste Professionalität und ist in der Offenen Jugendarbeit unabdingbar. Begleiten wir unsere Jugendlichen dabei, ein aufgeklärtes, selbstsicheres Wissen zu ihrem Körper und zu ihrer Sexualität zu entwickeln.

Florian Arlt

Geschäftsführer Steirischer Dachverband der Offenen Jugendarbeit

Was liebenslust Seniorinnen und Senioren bieten kann: Wir brauchen Menschen die offen und auch humorvoll über das Thema Sexualität sprechen. Sexualität ist für junge und ältere Menschen ein Thema, auch wenn es den Älteren gerne abgesprochen wird. Bei liebenslust können auch ältere Menschen hinter das Tabuthema Sexualität schauen: Über die Sextasche lernen, sich über Pornographie informieren und manche Antworten finden, die sie der nächsten Generation wieder näher bringen. Das Team des Vereins liebenslust ist pädagogisch sehr gut ausgebildet, die Informationen im Netz sind gut und graphisch total schön aufbereitet, alles ist interessant, spannend und aufschlussreich. Ich freue mich auf eine zukünftige Zusammenarbeit zum Thema Sexualität im Alter!

 

Sol Haring

Gerontologie, Erwachsenbildnerin

Ein unangenehm aktuelles Thema: Verschärft werden Einrichtungen, aber auch Einzelpersonen, die in fortschrittlichen / innovativen Projekten und mit ebensolchen Haltungen tätig sind, attackiert. Falls sie öffentliche Förderungen erhalten oder für öffentliche Institutionen tätig sind, ist das oft ein Anknüpfungspunkt, sie (und die Institutionen bzw. fallweise PolitikerInnen) über diese connections zu desavouieren. Diese gezielten Attacken – und ich meine NICHT kritische Rückmeldungen oder divergierende Fachansichten ! – gehen meist ins Höchstpersönliche. Sie dienen der Diffamierung, der Einschüchterung und letztendlich dem Silencing von Menschen bzw. Einrichtungen. Ihr Effekt: Eine ausgedünnte Zivilgesellschaft / eine maingestreamte AkteurInnen-Landschaft / eine Reduktion der kritischen, zukunftsgerichteten Sichtweisen –> So geht eine bürgerlich-aufgeklärte Gesellschaft gar nicht. Und erst recht keine, die die Vision eines friedlichen, gleichberechtigten Zusammenlebens in wirtschaftlich und politisch verstörenden Zeiten weitertragen möchte!

Edith Zitz

Diversitätsfachfrau

Als Lehrende von Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 15 Jahren bin ich mehr als dankbar für ein Kompetenzzentrum wie „liebenslust“, bestehend aus engagierten SexualpädagogInnen, deren Arbeit immer unerlässlicher wird in Zeiten, wo für Kinder und Jugendliche der erste Zugang zur Sexualität oft über Medien passiert. In unserer ständig vernetzten und schnelllebigen Umwelt sind Bildungseinrichtungen regelrecht auf die Unterstützung seitens ExpertInnen angewiesen, um deren Know-How in der Praxis nützen zu können, da die Herausforderungen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen immer vielschichtiger und differenzierter werden. Hinzu kommt die meist fehlende bzw. mangelnde Auseinandersetzung mit dem Thema Sexualität in der Herkunftsfamilie, was einen natürlichen Zugang weiter erschwert. Woher also guten Rat nehmen? Die Antwort liegt für mich auf der Hand: um einer Generation von pornographisch verstörten jungen Menschen vorzubeugen, braucht es neben (bisher sporadischem) Sexualunterricht an Schulen vor allem kompetente Institutionen wie „liebenslust“ als Schnittstelle zwischen Kindern/Jugendlichen und Lehrenden, die „die Lücke zwischen Theorie und konkretem Handeln schließen“.Für mich als Pädagogin wirkt sich wertschätzender körperlicher Umgang nicht nur positiv auf die Zunkunft unserer Kinder aus – denn wir wissen, dass sowohl gute als auch schlechte sexuelle Erfahrungen ein Leben beeinflussen können – sondern auch auf uns Erwachsene, die wir beispielgebend für die nächste Generation zur Vermittlung einer beherzteren Sexualität beitragen können.

Christine Wilhelm

„Ich hasse es, wenn Erwachsene „sexuell aktiv“ sagen. Was soll das überhaupt bedeuten? Werde ich das irgendwann deaktivieren oder ist das ein permanenter Daseinszustand?“ (Juno)

Fragen wie diese versuchen wir SexualpädagogInnen in den vielen Workshops gemeinsam mit den Jugendlichen zu beantworten. Weiters spricht man über das Herzklopfen der ersten Liebe, die Nervosität vor dem ersten Kuss und die Haare, die am Körper zu sprießen beginnen. Je nach Entwicklungs- und Wissensstand werden die Jugendlichen dort abgeholt und bestimmen die genauen Inhalte der Workshops. Das Wichtigste ist jedoch die Offenheit, mit der wir den jungen Mädchen und Burschen begegnen. Nur so können „peinliche“ Fragen beantwortet und Vorurteile abgebaut werden. Allerdings sehen wir uns nicht als Ersatz, sondern viel mehr als zusätzliches Angebot zur schulischen und familiären Aufklärung, bei dem Schutzräume geschaffen werden, in denen sie sich außenstehenden Personen anvertrauen können.
Manchmal gibt es aber auch einfach keine Antworten, sondern ein ehrliches, #unaufgeregtes Gespräch über die wahrscheinlich spannendste Zeit im Leben.
Ganz schön aufregend, oder? ☺

achtung°liebe Graz

Studentisches Aufklärungsprojekt

Der folgende Kommentar zollt Respekt und Wertschätzung gegenüber Menschen, die sich um die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sorgen. Der Verein Liebenslust gehört ebenso dazu.
Als pädiatrische Ergotherapeutin beschäftigt mich die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sehr und ich bin froh über jeden Diskurs. Öffentliche Diskurse können Bildungsmöglichkeiten für Beteiligte und Bystander anstoßen – und das hoffe ich auch in diesem Fall.
Bildungsmöglichkeiten sind aber im Jahr 2017 in der Fülle der Informationsflut oftmals selten als solche zu erkennen. Es ist das Jahr der Fake News, medialen Mythen und der Unsicherheit – wem oder was kann man eigentlich noch glauben? Materialien zum Thema Liebe, Sex und Zärtlichket sind im Internet für Menschen jeden Alters zugänglich. Darunter gibt es seriöse, der Vielfalt und Menschenwürde entsprechende Zugänge, leider aber auch weniger gutes Zeugs. Jugendliche wie Erwachsene sind wissbegierig und benötigen diese Informationen um sich entwickeln zu können, aber auch um sich vor sexuellem Missbrauch, Krankheiten, vorzeitigen Schwangerschaften etc. zu schützen.
Liebenslust ist ein anerkannter Verein, mit äußerst kompetenten Fachkräften, der genau diesen Spagat schafft: Aufklärung und Rat, auch bei unangenehmen Fragen. Manchmal ist es als Jugendlicher schwer, bestimmte Themen in der eigenen Familie oder im Bekanntenkreis zu besprechen. Geschulte, vertrauensvolle, außenstehende Personen sind hier die beste Wahl.
Wer sich wirklich Sorgen um die sexuelle Entwicklung von Kindern und Jugendlichen macht, hat mit geschulter Sexualpädagogik die beste Ansprechpartnerin für Ängste, Fragen und Co. gefunden.

Respektvoll, diversitätsbewusst, und so ganz ohne Fake News.

Lisa Hochfellner

Sexuelle Bildung bietet die Möglichkeit mit Jugendlichen in den direkten Kontakt und Austausch/Diskurs zu gehen.
Erfahrungen, Bedürfnisse, Unsicherheiten, Ängste aber auch Halbwahrheiten bzw. Mythen der Sexualität können somit hinterfragt und genauer beleuchten werden.
Experten und Expertinnen helfen dabei miteinander ins Gespräch zu kommen.
Mit ihrer Hilfe kann ein gewisses Maß an Befangenheit zu Tabuthemen abgebaut, aber auch präventive Arbeit geleistet werden.
Die Vermittlung von Körperwissen, die Sensibilisierung von Körperwahrnehmungen, sowie Grenzen sind weiters wichtige Aspekte , damit Jugendliche eigenverantwortlich und selbstbestimmt Intimität und Nähe (er)leben können.

Petra Elisa Bieber

http://www.einfrauenzimmer.at

Pädagogisch versierte sexuelle Aufklärung ist wichtig – zur Einschränkung sexualisierter Gewalt, von Teenage-Schwangerschafter, zur Vermeidung von Krankheiten. Und das nicht nur, weil in vielen Fällen Eltern diese Arbeit nicht leisten wollen, sondern auch, weil Kinder nunmal gegenüber Pädagog_innen einen viel neutraleren Zugang zu dem Thema entwickeln können und besser zuhören.
Sexuelle Aufklärung ist gerade in einer so prüden und gschamigen Gesellschaft wie der hiesigen äußerst wichtig, deshalb unterstützt: https://www.liebenslust.at/unaufgeregt/

Christine Braunersreuther

Familiensprecherin der KPÖ