„Der Anteil der Burschen, der angibt, sich aus Pornographie Informationen zum Thema Sexualität zu holen, liegt bereits bei über 50 Prozent. Der Anteil der Mädchen ist von 4 Prozent (2001) auf 10 Prozent gestiegen.“(Kostenwein et al 2008, S. 55)

Wie aufgeklärt sind wir heute wirklich?

Obwohl wir heute über einen freien Zugang zu Sexualität verfügen und uns Medien, Zeitschriften und co. ständig mit Tipps für unser Sexleben beliefern, ist eine ehrliche Auseinandersetzung mit Sexualität noch unüblich und meistens sogar tabuisiert.

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Wie klären wir heute auf?

Dem entwicklungsbedingten Bedürfnis der Jugendlichen entsprechen dabei Informationen die leicht zugänglich sind, scheinbar Realität darstellen, aufregend gestaltet sind und die Frage beantworten, wie Sexualität zwischen erwachsenen Menschen scheinbar abläuft. Verlassen können sich die Jugendlichen auf diese Bilder jedoch erst dann, wenn sie keine Möglichkeit zum Abgleich von irreführenden Informationen erhalten (vgl. ebd., S. 54 ff.)

Aber nicht nur als Informationsquelle erhalten diese Medien eine neue Bedeutung, auch die Kommunikation mit anderen über WhatsApp, Facebook und Co bringt spezielle Voraussetzungen mit sich. Hier kann es sich um das Posen für eigene Fotos beispielsweise auf Facebook oder auch um das Ver- und Weiterschicken von erotischen Bildern oder Videos per Handy handeln (siehe saferinternet.at).

liebenslust* sieht hier die Aufgabe der Sexuellen Bildung darin, den offenbaren Wissensdurst als positiven Zugang und Motivation zu übernehmen und Unterstützung im Umgang mit medialen Inhalten und Diskussionsraum für Interpretationen dieser zu bieten. Wie Sie Menschen in Ihrer Medienkompetenz stärken können, erfahren Sie in dieser Weiterbildung.

Inhalte der Fortbildung:

  • Auswirkungen von medial vermittelten Idealen in den Bereichen Körper, Schönheit, Sexualität und Beziehung.
  • Konsumverhalten Jugendlicher von visueller Pornographie und Auswirkungen des Konsums auf Sexualität und Beziehungen.
  • Auseinandersetzung mit der eigenen sexuellen Biographie als wichtige Basis für die sexualpädagogische Praxis.
  • Praktischer Übungsteil mit Methoden für den pädagogischen Umgang
  • Rechtliche Grundlagen
  • Selbsterfahrung und Selbstreflexion

Organisatorisches:

Termin: Herbsttermin ausgebucht / nächste Fortbildung im Frühjahr 2018 – wird noch bekannt gegeben

Kosten: € 190,-

Vortragende: Lukas Wagner + Team 

Jedes Modul wird von mindestens 2 Pädagog*innen begleitet. Wir legen großen Wert auf Reflexionsarbeit und ausreichend Zeit und Raum für individuellen Austausch in geschütztem Rahmen.

Wir versorgen unsere Teilnehmer*innen immer mit Getränken und Snacks. Zusätzlich bieten wir einen warmen, vegetarischen Mittagssnack an. Während und nach den Seminartagen finden Sie am Büchertisch diverse Infomaterialen zur Sexuellen Bildung. Die maximale Teilnehmer*innenzahl ist 14 Personen.

 

Anmeldung bitte per Mail

Liebens- und Lesenswertes…